Ein närrisches Treiben mit vielen gut gelaunten, großen und kleinen maskierten Teilnehmern fand am Faschingssamstag in Untermarkersdorf statt. Um bequem und rasch die verschiedenen Haltestationen zu erreichen, wurden die lustigen Faschingsnarren – wie soll es auf dem Land anders sein – per Traktor auf bunt dekorierten Anhängern chauffiert.
Das Duo Johann Seidl und Leopold Öller fuhr als Gentlemen gekleidet mit dem ältesten Auto, einem Dreirad von Benz, Jahrgang 1888, langsam am Ende des Traktortrosses mit. Bürgermeister Josef Fürnkranz war in ein Bärenkostüm geschlüpft und hatte sich mit dunkler Sonnenbrille unkenntlich gemacht, Polizeibeamter und Ortsvorsteher Andreas Kornherr hingegen hatte im Fasching die Seiten gewechselt und war als Bankräuber-Sträfling erschienen.
"Gut geölt" durch Untermarkersdorf
Bei jeder Station, an welcher der Umzug der Faschingsgesellschaft Halt machte, wie beim Feuerwehrhaus, der Sportanlage, dem Weinbaumuseum in der Kellergasse und am Ende im Gasthaus Pulkautaler, wurde – bildlich gesprochen – stets gut „geölt“. Begleitet wurde das ganze Geschehen mit humorvollen rhythmischen Liedern und Musik. Um alle Stationen durchzuhalten, benötigte man wahrlich ein gutes Stehvermögen.
Vor 20 Jahren fand der erste Faschingsumzug dieser Art statt. Wer heuer organisatorisch verantwortliche gewesen sei, war gar nicht so leicht zu erfahren. Mit dabei waren der Dorferneuerungsverein, der UFC-Hadres- Markersdorf, die FF-Untermarkersdorf, der Weinbauverein und der Musik- und Gesangsverein. Letztlich war es der Ortsvorsteher, der alle zum Mitmachen eingeladen hat. Die Einnahmen durch Getränkeausschank und Speisen werden gleichmäßig an alle Vereine verteilt.