Bürgermeister Fürnkranz im Gespräch mit der NÖN: „Wir können zufrieden sein“

Josef Fürnkranz, Bürgermeister der größten Marktgemeinde im Pulkautal, über vergangene und künftige Projekte.

Zur Halbzeit der Gemeinderatsperiode startet die NÖN eine Serie von Gesprächen mit den Pulkautaler Bürgermeistern. Den Anfang machte Josef Fürnkranz, Gemeindechef in Hadres.

NÖN: Was hat sich im heurigen Jahr in der Gemeinde getan?

Josef Fürnkranz: Wir haben einige Projekte, die im letzten Jahr begonnen wurden, fertigstellen können. Zum Beispiel wurde die Straßenbeleuchtung in der ganzen Marktgemeinde auf LED umgestellt, auf den öffentlichen Einrichtungen wie Kindergarten, Volksschule und Gemeindeamt wurden PV-Anlagen errichtet, und etliche Güterwege wurden saniert.

Hatte Corona auf die Planung neuer Projekte einen Einfluss?

Fürnkranz: Natürlich hat die Pandemie einen gewissen Einfluss genommen. Aber von finanzieller Seite hatten wir keine Probleme, da wir vonseiten des Landes NÖ gut abgedeckt sind. Doch die Unplanbarkeit ist natürlich ein Aspekt, der uns alle zu schaffen macht. Wenn wir die ausführenden Firmen für unsere Aufträge bestellen, gibt es dort aufgrund von Covid oft personelle Ausfälle. In der kommenden Woche werden die Beläge der Straßen in der Siedlung in Obritz erneuert, im Sommer jene in Untermarkersdorf und in der zweiten Septemberwoche weitere. Dafür hat die Gemeinde 450.000 Euro bereitgestellt. Im Wesentlichen können wir zufrieden sein.

Welche Projekte wurden heuer gänzlich oder teilweise abgeschlossen?

Fürnkranz: Ein Campingbusstellplatz wird am Ende der Hadreser Kellergasse errichtet, nachdem jetzt die 16. Raumordungsplanänderung fertig ist und wir die Widmung einleiten. Die Vorarbeiten für den Radweg in Obritz wurden abgeschlossen, im nächsten Frühjahr ist Baubeginn. Wir haben eine neue App der Marktgemeinde programmiert. Der Gemeindekeller in Untermarkersdorf wird renoviert. Für den Wohlfühlplatz in der Hadreser Kellergasse wurde eine Elektroradservicestation angekauft und der Kanalbau in der Siedlung Ost in Obritz ist auch abgeschlossen worden. Weiters haben wir den Auftrag für ein örtliches Entwicklungskonzept erteilt.

Was sind die wichtigsten Projekte für die Marktgemeinde in naher Zukunft?

Fürnkranz: Der alte Bauhof wurde verkauft, weil wir mehr Platz benötigen, und wir planen, gegenüber dem Friedhof, wo einmal die alte Mühle stand, einen neuen zu errichten. Ein Vorteil ist, dass wir keinen Grundankauf und keine Widmung tätigen müssen und so Kosten sparen. Aber es ist noch nicht alles in Stein gemeißelt, budgetiert wären für das Gebäude 300.000 Euro. Wir rechnen für die Errichtung mit maximal drei Jahren, vielleicht schaffen wir es auch in zwei Jahren. Ein wichtiges Projekt ist die Erstellung eines digitalen Katasters für das Kanalnetz in der ganzen Marktgemeinde. Wir wissen manchmal nicht mehr, wo sich alte Kanäle befinden, daher besteht hier auch eine gewisse Dringlichkeit. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 207.000 Euro, minus der Förderung muss die Gemeinde 137.000 Euro zahlen.

Wie sieht es mit dem geplanten neuen FF-Haus aus?

Fürnkranz: Nächstes Wochenende ist eine Mitgliederabstimmung der Feuerwehren Hadres und Untermarkersdorf darüber, ob das gemeinsame Feuerwehrhaus zustande kommen soll. Bei positiver Abstimmung wird auch dieses Projekt gleich gestartet und die Gemeinde wird ein neues Feuerwehrhaus errichten. Das Budget der Feuerwehren wurde übrigens erhöht, Treibstoff, Heizung und Versicherung müssen sie dann allerdings selber zahlen.

Hadres gehört nun auch dem NÖ-Entwicklungsprogramm „Gemeinde 21“ an …

Fürnkranz: Ja, seit 1. Juli sind wir Mitglied von Gemeinde 21, somit haben wir mit 1. Juli die Sanierung der Kinderspielplätze in Obritz und Untermarkersdorf beauftragt. Im alten Kindergarten werden die WC-Anlagen für Erwachsene umgebaut, und draußen werden Parkplätze angelegt, weil wir die Räumlichkeiten an Einrichtungen für die Allgemeinheit vermieten wollen, wie für das Seniorenturnen oder Yoga. Im Moment beträgt die Miete 10 Euro pro Stunde.