Die ortsübergreifende Projektausarbeitung im Rahmen des Förderprogramms Gemeinde 21 geht in die nächste Runde. Die Besprechung fand im FF-Haus in Obritz statt.
Seit dem letzten Treffen hat sich ein engagiertes 30-köpfiges Team gebildet, das in vier Gruppen geteilt wurde, um Verbesserungsvorschläge in der Marktgemeinde zu projektieren und vorzustellen. Die Landschaftsarchitektin Doris Haidvogel moderierte den jeweiligen Teambildungsprozess zu den vier Kernthemen: Freizeit und Veranstaltungen aller Altersgruppen; Natur und Umwelt; Kultur und Tourismus sowie Ortsbild und Infrastruktur. Die Auswahl der Kernthemen hat sich aus den vorangegangenen Treffen herauskristallisiert. Diese wurden aus allen Wunschprojekten ermittelt.
Jetzt ging es darum, die Projektbeschreibungen zu konkretisieren und schriftlich festzuhalten. Das bedeutete für die Teams zunächst, Titel dafür zu finden. Weiters wurden die Ausgangslage analysiert und die Zielsetzungen beschrieben. Es wurden die Zuständigkeiten sowie die Ansprechpersonen im Team bestimmt. Ein wesentlicher Punkt war die Beschreibung der Maßnahmen, die für den Erfolg des Projektes getroffen werden müssten.
Am Ende wurden der Zeitplan und die geschätzten Kosten des Projektes festgelegt. Nach intensiver Arbeit der jeweiligen Teamgruppen fand eine Präsentation statt. Für den Themenbereich Kultur und Tourismus wurden die Belebung der Kellergassen, die Einrichtung einer Online-Topothek und eine App für die Radwege gewählt.
Ruhige Ortseinfahrten und Pulkau-Renaturalisierung
Bei Freizeit und Veranstaltungen aller Altersgruppen wurden ein Senioren Café, ein Dorfpicknick und der Calistenics-Park bzw. Kosmotorik-Park favorisiert. Der Verkehr soll speziell an den Ortseinfahrten beruhigt werden.
Auch die Koordination im Fall eines Blackouts soll ein Projekt sein. Zu Natur und Umwelt standen vor allem die Projekte zur Energieautonomie mit mehr PV-Anlagen auf einer Reihe von öffentlichen Gebäuden in der Marktgemeinde im Vordergrund. Die vorgeschlagene Gründung eines Babywaldes bzw. Lebenswaldes würde ebenfalls dem Klimaschutz entgegenkommen. Ein weiteres großes Umweltprojekt wäre die Renaturalisierung der Pulkau und die Bereitstellung eines Schwimmteiches in Obritz.
Neben Vizebürgermeister Erich Greil und Gemeinderat Reinhard Toifl war auch Bürgermeister Josef Fürnkranz anwesend. Denn letztlich müssen „alle Projekte vom Gemeinderat genehmigt werden“, wie Haidvogel bei dem Treffen mehrmals betonte.
Die Gemeinde muss nämlich bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten für die Projekte mittragen. Welche tatsächlich umgesetzt werden können, hängt neben dem Engagement der Bevölkerung auch von der Finanzierung ab.